FANDOM


Leopold Hornung (* 21. März 1978 in München) ist ein deutscher Schauspieler.

Leben Bearbeiten

Leopold Hornung besuchte unter anderem, bis zur 8. Klasse, das Maximiliansgymnasium in München.[1] Er absolvierte von 1999 bis 2003 eine Schauspielausbildung an der Bayerischen Theaterakademie August Everding in München.

Er war von 2002 bis 2006 festes Ensemblemitglied am Münchner Volkstheater. Dort spielte er unter anderem den Bergbauern Benedikt Klotz in Die Geierwally (November 2002–2005, Regie: Christian Stückl), den Claudio in Viel Lärm um nichts (2003, Regie: Jorinde Dröse), den Romeo in Romeo und Julia (2003, Regie: Nuran Calis), den Schwarz in Die Räuber (2003, Regie: Christian Stückl), den Homosexuellen Abram in Nieder Bayern (nach dem Theaterstück Jagdszenen aus Niederbayern von Martin Sperr, Oktober 2003, Regie: Florian Fiedler), in einer Bühnenfassung von Kleiner Mann – was nun? (Spielzeit 2003/2004), den Merkl Franz in Kasimir und Karoline (2004, Regie: Florian Fiedler), den Sir Andrew in Was ihr wollt (2004, Regie: Jorinde Dröse), den Agenten Gervasius in Fegefeuer in Ingolstadt (Regie: Jorinde Dröse) sowie in Woyzeck (2006, Regie: Christian Stückl). Im Mai 2007 verkörperte er, wieder unter der Regie von Jorinde Dröse, den Sohn Christian in einer Bühnenfassung des Films Das Fest von Thomas Vinterberg.[2] Gelegentlich inszenierte Hornung auch am Münchner Volkstheater, so realisierte er 2006 Romeo und Julia in einer Fassung, die vor dem Hintergrund der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 spielte.[3]

Von 2008 bis 2010 spielte Hornung am Schauspielhaus Bochum. Im Februar 2008 übernahm er dort, erneut unter der Regie von Jorinde Dröse, den Scanlon in dem Theaterstück Einer flog über das Kuckucksnest von Dale Wasserman. Im Dezember 2008 hatte er eine der Hauptrollen in dem Theaterprojekt Connecting People von Frank Abt. Im Juni 2009 spielte er den Sekretär Prozy in der Uraufführung des Theaterstücks Fahrstuhl zum Bankrott von Marcel Luxinger.[4] Im April 2010 trat er in Brechts Theaterstück Herr Puntila und sein Knecht Matti (als Ober, Viehdoktor, Arbeiter und Probst) auf.[5]

2012 spielte Leopold Hornung am Theater Basel, unter der Regie von Alexander Nerlich, die Hauptrolle in Empire V, einer Romanadaption von Viktor Pelewin.

Leopold Hornung war in mehreren Kinofilmen zu sehen. 2006 spielte er in dem Film Shoppen. 2007 verkörperte er in dem Heimatfilm Toni Goldwascher den Kaplan, der sich liebevoll um den zwölfjährigen Außenseiter Toni kümmert. 2008 wirkte er in einer kleinen Rolle in der Verfilmung Der Baader Meinhof Komplex mit. In der melancholischen Beziehungskomödie Der letzte schöne Herbsttag (2010) spielt er, wieder unter der Regie von Ralf Westhoff, den Tobias, den besten Freund der männlichen Hauptrolle Leo.[6] 2014 wirkte er in dem Thriller Who Am I – Kein System ist sicher von Baran bo Odar mit.

Leopold Hornung spielte auch in zahlreichen Fernsehserien; häufig war er dabei in Serien mit süddeutschem oder österreichischem Hintergrund eingesetzt, unter anderem in Der BergdoktorDie BergwachtDer Bulle von TölzDie Rosenheim-Cops oder als Tatverdächtiger in der in einem oberbayerischen Dorf spielenden Folge Amtsmissbrauch aus der Serie Mit Herz und Handschellen, aber auch bei vielen anderen Produktionen wie TatortPolizeiruf 110 und vielen Fernsehfilmen.

Hornung war auch in Kurzfilmen zu sehen, unter anderem als Soldat Charly in Snipers Alley. In der Hörspielreihe Radio Tatort wirkte er außerdem in dem Kriminalhörspiel Irmis Ehre als Polizeimeister Richard Veitl mit.[7]

Filmografie Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Direktorat des Maximiliansgymnasiums (Hrsg.): Fotojahrbuch Maxgymnasium '93.
  2. https://nachtkritik.de/index.php?option=com_content&view=article&id=216%3Adas-fest-jorinde-droese-inszenierte-das-drehbuch-von-thomas-vinterberg&catid=115&Itemid=1
  3. https://www.stern.de/kultur/tv/-romeo-und-julia--liebe-im-zeichen-der-wm-3595452.html
  4. http://www.sn-herne.de/index.php?cmd=article&aid=1271
  5. https://www.wa.de/kultur/herr-puntila-sein-knecht-matti-bochum-700406.html
  6. https://web.archive.org/web/20101120170548/http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/kino-kino/der-letzte-schoene-herbsttag-filmkritik-ralf-westhoff-ID1288700477495.xml
  7. http://www.ard.de/home/radio/ARD_Radio_Tatort/94130/index.html