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Dark ist eine deutschsprachige Mysteryserie des Video-on-Demand-Anbieters Netflix. Es ist die erste Serie von Netflix, welche komplett in Deutschland entwickelt, produziert und gefilmt wurde. Die komplette erste Staffel wurde am 01. Dezember 2017 auf Netflix veröffentlicht.[1][2]

Die Regie führt bei der auf zehn Teile[3] angesetzten Serie Baran bo Odar. Die Geschichte spielt in einer deutschen Kleinstadt. Nach dem Verschwinden von zwei Kindern gerät die Welt von vier Familien aus den Fugen.[4][5]

Eine weitere, zweite Staffel wurde nach dem Erfolg der ersten Staffel bestätigt.[6]

Handlung Bearbeiten

Die Geschichte beginnt in der fiktiven deutschen Kleinstadt Winden am 21. Juni 2019 mit dem Suizid von Michael Kahnwald. Er hinterlässt einen Brief mit dem Hinweis, ihn nicht vor dem 4. November 22:13 Uhr zu öffnen. Die Handlung setzt sich dann am Morgen dieses Tages fort.

Michaels Sohn Jonas kehrt von einem mehrmonatigen Aufenthalt in der Psychiatrie an seine Schule zurück. Ein Junge, Erik Obendorf, wird schon mehrere Wochen vermisst und die Suche der Polizei verlief bislang erfolglos. Die Bewohner, allen voran die Eltern des Jungen, sind beunruhigt, obwohl viele denken, Erik wäre von Zuhause abgehauen. Als eine Gruppe Jugendlicher – Martha, Jonas, Magnus und dessen jüngerer Bruder Mikkel – sich auf der Suche nach Drogen, die Erik dort versteckt haben soll, in den Wald zu den „Windener Höhlen“ aufmachen, nehmen sie unheimliche Geräusche aus der Höhle wahr und ihre Taschenlampen versagen. Auf ihrer Flucht aus dem Wald verläuft sich Mikkel und geht verloren. Bei der anschließenden Suchaktion der Polizei, welche die Polizisten Charlotte Doppler und Ulrich Nielsen (Mikkels Vater) leiten, wird in der Nähe der Höhlen die Leiche eines anderen, unbekannten und nicht vermisst gemeldeten Jungen aufgefunden, die starke Verbrennungen an Augen und Schläfen hat. Es gelingt einige Zeit lang, den Fund der Leiche geheim zu halten.

Die Stadt gerät allmählich in Panik. Währenddessen tritt Mikkel aus dem Wald hinaus und kehrt zurück zum Haus seiner Eltern. Doch als er dort läutet, öffnet jemand, dem Mikkel anscheinend noch nie begegnet ist. Durch einen Zeitungsartikel wird ihm klar, dass er durch mysteriöse Weise im Jahr 1986 gelandet ist. Der vermeintlich Unbekannte ist die jüngere Version seines Vaters Ulrich, dessen Bruder Mads kurz zuvor auf genauso unerklärliche Weise verschwunden war.

Von da an springt die Serie immer wieder zwischen den Protagonisten in den Jahren 2019, 1986 und schließlich auch 1953 hin und her. Sie verfolgt zum einen Mikkel – gefangen im Winden des Jahres 1986 – und die anderen Kinder und Eltern, welche weiterhin nach Mikkel und Erik suchen. Drei Tage nach dem Verschwinden von Mikkel wird plötzlich ein weiterer Junge, Yasin, vermisst und immer mehr Presse strömt nach Winden. Jonas erhält inzwischen den verloren geglaubten Abschiedsbrief seines Vaters und erfährt dadurch, dass Mikkel nach seiner Zeitreise unter dem Namen Michael Kahnwald aufwuchs und somit sein Vater ist.

Fortan nehmen sowohl der immer verzweifeltere und seinen Aggressionen verfallende Ulrich als auch Jonas die mysteriöse Aura der Höhlen und ihre Möglichkeit zu Zeitreisen wahr. Ulrich reist ins Jahr 1953 und versucht, den jungen Helge Doppler (Charlottes späteren Schwiegervater) zu erschlagen, als er dahinter kommt, dass dieser wohl die verschwundenen Kinder entführt hat. Helge überlebt, trägt aber schwere Vernarbungen am Gesicht davon, die ihn sein Leben lang zeichnen.

Nach und nach fügen sich immer neue Puzzleteile der verschiedenen Protagonisten in allen Zeitebenen zu einem Bild zusammen. Es kommt zutage, dass jeder der Charaktere seine ganz eigenen dunklen Geheimnisse hat.

Im Finale der ersten Staffel scheint Jonas in einem postapokalyptischen Jahr 2052 gelandet zu sein. Die Kühltürme des Kernkraftwerks sind stark beschädigt und große Tafeln im Wald warnen in zahllosen Sprachen vor Radioaktivität. Ein großer futuristischer Quadrocopter fliegt über ihn hinweg und eine bewaffnete Rotte von in Lumpen Gekleideten nimmt ihn schließlich gefangen.

Produktion Bearbeiten

Die Serie hatte am 9. September 2017 ihre Premiere im Rahmen des 42. Toronto International Film Festivals.[7] Die ersten zwei Episoden liefen dort in der Sektion „Primetime“, in der Serien mit seriellem Storytelling gezeigt werden.[8]

Als Kulisse für Aufnahmen innerhalb der Höhle und einige Außenaufnahmen im Wald, wurde die Südharzer Besucherhöhle Einhornhöhle ausgewählt.[9]

Besetzung Bearbeiten

Rolle Schauspieler/in Episoden
Jonas Kahnwald Louis Hofmann 8
Ulrich Nielsen Oliver Masucci 10
Katharina Nielsen Jördis Triebel 9
Hannah Kahnwald Maja Schöne 8
Michael Kahnwald / Mikkel Nielsen Sebastian Rudolph 2
Noah Mark Waschke 4
Charlotte Doppler Karoline Eichhorn 9
Peter Doppler Stephan Kampwirth 8
Ines Kahnwald (1986) Anne Ratte-Polle 5
Ines Kahnwald Angela Winkler 5
Der Fremde Andreas Pietschmann 7
Mikkel Nielsen / Michael Kahnwald Daan Lennard Liebrenz 7
Bernd Doppler (1953) Anatole Taubman 3
Bernd Doppler (1986) Michael Mendl 2
Martha Nielsen Lisa Vicari 6
Regina Tiedemann Deborah Kaufmann 7
Jana Nielsen Tatja Seibt 7
Claudia Tiedemann Lisa Kreuzer 2
Daniel Kahnwald Florian Panzner 3
Doris Tiedemann Luise Heyer 3
Bartosz Tiedemann Paul Lux 6
Helge Doppler Hermann Beyer 6
Magnus Nielsen Moritz Jahn 6
Tronte Nielsen Walter Kreye 6
Aleksander Tiedemann Peter Benedict 6
Torben Wöller Leopold Hornung 6

Episodenliste Bearbeiten

Nr. Original­titel Regie Drehbuch
01 Geheimnisse Baran bo Odar Jantje Friese & Baran bo Odar
02 Lügen Baran bo Odar Jantje Friese & Ronny Schalk
03 Gestern und Heute Baran bo Odar Jantje Friese & Marc O. Seng
04 Doppelleben Baran bo Odar Martin Behnke & Jantje Friese
05 Wahrheiten Baran bo Odar Martin Behnke & Jantje Friese
06 Sic mundus creatus est Baran bo Odar Jantje Friese & Ronny Schalk
07 Kreuzwege Baran bo Odar Jantje Friese & Marc O. Seng
08 Was man sät, das wird man ernten Baran bo Odar Martin Behnke & Jantje Friese
09 Alles ist jetzt Baran bo Odar Jantje Friese & Marc O. Seng
10 Alpha und Omega Baran bo Odar Jantje Friese & Ronny Schalk

Rezeption Bearbeiten

Die Serie wurde insgesamt positiv aufgenommen. Auf der Rezensionen sammelnden Webseite Rotten Tomatoes erreichte die Serie einen Durchschnitt von 85 %. Bei der Filmdatenbank IMDb erreichte die Serie eine Wertung von 8,8.

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. https://media.netflix.com/en/press-releases/dark-the-first-netflix-original-series-produced-in-germany-commences-principal-photography
  2. http://www.comingsoon.net/tv/trailers/892807-dark-teaser-trailer-offers-first-look-at-cryptic-new-netflix-series#/slide/1
  3. https://www.hollywoodreporter.com/news/netflix-confirms-first-german-series-869069
  4. http://www.t-online.de/digital/fernsehen-heimkino/id_80183628/video-on-demand-die-anbieter-im-vergleich.html
  5. http://www.focus.de/kultur/kino_tv/dark-der-erste-trailer-zur-deutschen-netflix-serie-dark-ist-da_id_6723977.html
  6. "Dark" bekommt zweite Staffel (20.12.2017, 14:04; BLICKPUNKT: FILM)
  7. http://assets.contentful.com/22n7d68fswlw/33783hLQyAeWIUM6CouYCA/ad8670f4be31d4ddef62c211bcc9674d/2017_OFS_Sched_Index.pdf
  8. https://www.dwdl.de/nachrichten/62866/deutsche_netflixserie_feiert_weltpremiere_in_kanada/
  9. https://www.harzkurier.de/lokales/herzberg/article212907833/Dark-wurde-auch-in-der-Einhornhoehle-gedreht.html